Von der »Bruderschaft« zum Adorfer Knappenverein |
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Der Knappenchor Adorf mit seinen neuen Schachthüten anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Besucherbergwerkes 2006 |
| In Adorf und Umgebung wurden fast 240 Bergwerke von den Einwohnern betrieben. Es waren Bergleute, die nachweislich 1674 dem Aufsichtspersonal des Amtes Eisenberg unterstanden. Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, daß die seit 1743 bestehenden "Bruderschaften" die Vorläufer des Knappenvereins sind. So ergab sich frühzeitig eine Verbindung unter den Bergleuten, die sich 1875 zu einem Knappenverein zusammenschlossen. 1890 wurde die heute noch vorhandene Fahne angeschafft. Nach Schließung der Grube 1917 hatten die Mitglieder des Knappenvereins nur noch eine lose Verbindung. Am 17. Februar 1926 wurde wieder ein neuer Vorstand gewählt. Seit dieser Zeit pflegen die Mitglieder des Knappenvereins Adorf in einem guten, kameradschaftlichen Geist, Kultur, Brauchtum und Tradition. Nach Neubeginn der Eisenerzförderung 1936 vergrößerte sich der Mitgliederbestand. Nach dem zweiten Weltkrieg ruhte erst einmal das Vereinsleben. 1948 fanden sich aber die Bergleute wieder zusammen und wählten einen neuen Vorstand. Nach Schließung der Grube Christiane 1963 blieb der Knappenverein bestehen. Seit 1978 war es das Bestreben des Knappenvereins Adorf, aus den noch erhaltenen Stollen ein Besucherbergwerk zu errichten. Die Bemühungen scheiterten zuerst, weil es an finanzieller Unterstützung fehlte. Im September 1984 konnte mit den Arbeiten zum heutigen Besucherbergwerk begonnen werden. Am 17. Mai 1986 fand die Eröffnung statt, und am 20. April 1989 wurde das dazugehörige Bergbaumuseum eröffnet. |
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Der Knappenverein Adorf im Jahr 1999 |
| Auch im neuen Jahrtausend ist der Knappenverein sehr aktiv: so wurde im Jahre 2000 eine neue Fahne angeschafft. Außerdem wurde 2001 der Eingangsbereich zum Pferdestollen neu gestaltet und feierlich eingeweiht. Im selben Jahr enthüllte der Knappenverein auf dem Dorfplatz in Adorf eine bronzene Bergmannsstatue. Sie erinnert an die über 800 jährige Geschichte des Adorfer Bergbaus. Im Jahr 2005 wurde im oberen Bereich des Bergwerksmuseum die "Prof-Heinz-Bottke-Stube" eingerichtet, die an die Verdienste für den Bergbau in Adorf von Heinz Bottke erinnert. 2006 feierte der Knappenverein das 20-jährige Bestehen des Besucherbergwerkes Grube Christiane. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Diemelsee und dem Sponsor Heino Klemme konnte der Knappenverein 2007 an jedem Ortseingang in Adorf Hinweistafeln aufstellen. So wird jeder Adorf-Besucher auf die Eisenerz-Geschichte rund um den Martenberg hingewiesen. |
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Der Vorstand des Knappenvereins vor der Grubenbahn |











